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Manchmal braucht es nur einen anderen Blickwinkel

Kinder- und Jugendcoaching: Kinder- und Jugendcoaching: Manchmal braucht es nur einen neuen Blickwinkel

Wenn Ängste, Selbstzweifel oder Lernblockaden den Alltag bestimmen, wünschen sich Eltern vor allem eines: dass es ihrem Kind wieder besser geht. Doch wie kann Coaching dabei unterstützen? Und braucht es dafür immer einen längeren Coachingprozess?

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die große Auswirkungen haben.

Ein Kind, das morgens mit Bauchschmerzen zur Schule geht. Ein Jugendlicher, der vor jeder Klassenarbeit in Panik gerät. Ein Mädchen, das sich nichts mehr zutraut, obwohl es eigentlich so viel kann.

Und manchmal ist da einfach dieser eine Gedanke, der immer wieder auftaucht:

„Ich schaffe das sowieso nicht.“

Als Heilpraktikerin und Kinder- und Jugendcoach erlebe ich in meiner Praxis immer wieder, wie sehr solche inneren Überzeugungen, belastende Erfahrungen und Ängste den Alltag von Kindern und Familien beeinflussen können.

Die gute Nachricht: Nicht immer braucht es einen langen Coachingprozess, um erste Veränderungen anzustoßen.

Nicht jedes Kind braucht sechs Coachingstunden

Viele Eltern stellen sich unter Coaching eine längere Begleitung mit zahlreichen Terminen vor.

Tatsächlich arbeite ich häufig über vier bis sechs Sitzungen mit einem Kind oder Jugendlichen. Doch das ist kein festes Programm.

Manchmal können bereits ein oder zwei gezielte Coachingstunden wertvolle Impulse geben.

Entscheidend ist für mich nicht, möglichst viele Methoden einzusetzen oder eine bestimmte Anzahl an Sitzungen durchzuführen.

Viel wichtiger ist die Frage:

Was braucht dieses Kind gerade wirklich?

Manchmal steht eine konkrete Angst im Vordergrund. Manchmal eine belastende Erfahrung, ein festgefahrener Gedanke oder das Gefühl, einer Herausforderung nicht gewachsen zu sein.

Genau dort setzen wir gemeinsam an.

Ein Methodenkoffer – viele individuelle Wege

Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte, seine Stärken und seine Herausforderungen mit.

Deshalb arbeite ich nicht nach einem starren Schema, sondern wähle aus verschiedenen Coachingmethoden diejenigen aus, die zum jeweiligen Anliegen und zum Kind passen.

IERT – wenn belastende Erfahrungen im Weg stehen

Manchmal wissen Kinder ganz genau, was sie belastet, finden aber nur schwer Worte dafür. Oder sie reagieren in bestimmten Situationen immer wieder mit starken Gefühlen.

Die Integrated Eye Reprocessing Technique (IERT) arbeitet unter anderem mit Augenbewegungen und inneren Vorstellungen.

Sie bietet eine Möglichkeit, belastende Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle behutsam aufzugreifen, ohne dass Kinder jedes Detail ausführlich erzählen müssen.

Tip Tap – bilaterales Klopfen

Beim Tip Tap werden die beiden Körperseiten durch abwechselndes Klopfen oder Klatschen, beispielsweise auf die Oberschenkel, rhythmisch stimuliert.

Diese Form der bilateralen Stimulation kann im Coaching eingesetzt werden, um die Auseinandersetzung mit belastenden Gedanken und Gefühlen zu begleiten.

Ein Vorteil: Tip Tap lässt sich auch online gut anleiten.

EFT – mit Klopfen zu mehr innerer Ruhe

Die Emotional Freedom Techniques (EFT) verbinden das bewusste Wahrnehmen von Gefühlen mit dem sanften Beklopfen bestimmter Körperpunkte.

Die Technik kann Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, mit Aufregung, Stress oder unangenehmen Gefühlen umzugehen.

Besonders praktisch finde ich, dass die Kinder EFT selbst erlernen können. So haben sie eine einfache Möglichkeit, sich beispielsweise vor einer Klassenarbeit oder in einer aufregenden Situation bewusst Zeit zur Beruhigung zu nehmen.

Glaubenssatzarbeit – wenn Gedanken zu Hindernissen werden

„Ich bin nicht gut genug.“

„Die anderen können das alle besser.“

„Ich mache sowieso immer alles falsch.“

Solche inneren Überzeugungen können das Selbstvertrauen erheblich beeinflussen.

In der Glaubenssatzarbeit machen wir diese Gedanken bewusst, hinterfragen sie und entwickeln gemeinsam hilfreichere Sichtweisen.

Dabei geht es nicht darum, negative Gedanken einfach durch positive Sprüche zu ersetzen.

Vielmehr soll das Kind erkennen, dass ein Gedanke nicht automatisch eine Tatsache ist.

Aus „Ich kann das nicht“ darf beispielsweise werden:

„Ich kann es vielleicht noch nicht. Aber ich kann es lernen.“

Timeline und Doppelter Future Back Check – die Zukunft gestalten

Nicht immer müssen wir lange bei einem Problem verweilen. Manchmal ist es hilfreicher, den Blick bewusst nach vorne zu richten.

Wie möchte ich mich fühlen? Was möchte ich erreichen? Und woran werde ich merken, dass sich etwas verändert hat?

Mit zukunftsorientierten Methoden wie Timeline und Doppeltem Future Back Check entwickeln Kinder und Jugendliche eine Vorstellung ihres gewünschten Ziels.

Sie entdecken eigene Ressourcen, erkennen mögliche Hindernisse und überlegen, welche Schritte sie ihrem Ziel näherbringen können.

So wird aus einem zunächst unerreichbar wirkenden Wunsch eine greifbare Perspektive.

IMAL-Fantasiereisen – die eigene Vorstellungskraft nutzen

Kinder haben oft eine wunderbare Fähigkeit, in innere Bilder und Geschichten einzutauchen.

Bei angeleiteten Fantasiereisen nutzen wir diese Vorstellungskraft, um Entspannung zu fördern, stärkende Bilder zu entwickeln und eigene Ressourcen zu entdecken.

Ein innerer sicherer Ort, eine mutige Figur oder eine gedanklich bereits bewältigte Herausforderung können dabei zu hilfreichen Bildern werden, an die sich das Kind später erinnern kann.

Aufstellungsarbeit – Zusammenhänge sichtbar machen

Manchmal ist es leichter, eine Situation zu verstehen, wenn man sie vor sich sehen kann.

Mithilfe von Figuren, beispielsweise Playmobil, lassen sich Beziehungen, Konflikte oder innere Spannungen anschaulich darstellen.

Das Kind kann unterschiedliche Perspektiven einnehmen, Zusammenhänge erkunden und neue Lösungsmöglichkeiten ausprobieren.

Gerade für Kinder, denen es schwerfällt, ihre Gedanken und Gefühle direkt auszudrücken, kann das ein hilfreicher Zugang sein.

Coaching muss nicht immer vor Ort stattfinden

Nicht jede Familie wohnt in der Nähe meiner Praxis. Und manchmal lässt sich ein zusätzlicher Termin nur schwer in den Familienalltag integrieren.

Deshalb biete ich Kinder- und Jugendcoaching bei geeigneten Anliegen auch online an.

Gerade mit älteren Kindern und Jugendlichen lassen sich viele Coachingmethoden über eine Videoverbindung gut einsetzen.

Dazu gehören beispielsweise Glaubenssatzarbeit, EFT, Tip Tap, zukunftsorientierte Coachingmethoden und angeleitete Fantasiereisen.

Auch eine Beratung der Eltern ist online möglich.

Natürlich eignet sich nicht jedes Anliegen und nicht jede Methode für das digitale Format. Besonders bei jüngeren Kindern kann die persönliche Begegnung sinnvoller sein.

Welche Form der Begleitung passt, klären wir deshalb individuell.

Wann kann Kinder- und Jugendcoaching sinnvoll sein?

Coaching kann eine unterstützende Möglichkeit sein, wenn Kinder oder Jugendliche beispielsweise

  • unter Schulstress oder Prüfungsangst leiden,
  • sich selbst wenig zutrauen,
  • bei bestimmten Herausforderungen immer wieder blockieren,
  • Schwierigkeiten haben, mit starken Gefühlen umzugehen,
  • sich von Erwartungen und Leistungsdruck überfordert fühlen,
  • oder sich mehr Sicherheit und Selbstvertrauen wünschen.

Wichtig ist mir dabei: Coaching ersetzt keine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden sollte entsprechend fachlich abgeklärt werden, welche Unterstützung gebraucht wird.

So viel Unterstützung wie nötig. So individuell wie möglich.

Vielleicht braucht Ihr Kind eine Begleitung über mehrere Monate.

Vielleicht geht es aber auch um ein ganz konkretes Thema, das wir in ein oder zwei Sitzungen gezielt bearbeiten können.

Beides darf sein.

Ich möchte Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum bieten, in dem sie sich gesehen fühlen, ihre eigenen Stärken entdecken und neue Wege ausprobieren können.

Denn manchmal beginnt Veränderung nicht mit einem großen Schritt.

Sondern mit einem neuen Gedanken, einer anderen Perspektive oder dem Gefühl: „Vielleicht schaffe ich es ja doch.“


Kinder- und Jugendcoaching in Sörgenloch und online

Sie fragen sich, ob Coaching für Ihr Kind sinnvoll sein könnte?

In einem ersten unverbindlichen Gespräch können wir gemeinsam klären, worum es geht und welche Form der Begleitung passen könnte.

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Kind kennenzulernen.

Kerstin Anstatt – Heilpraktikerin, Kinder- und Jugendcoach IPE

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