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Die Bedeutung von Stressreflexen bei ADHS, Leseschwierigkeiten und emotionalen Themen

Angst- und Stressreflexe bei Kindern – wenn das Nervensystem im Alarmmodus bleibt

Viele Eltern erleben ihr Kind als ständig angespannt: schnell erschrocken, emotional sehr reaktiv, unruhig oder schnell überfordert. Häufig liegt die Ursache nicht im Verhalten selbst, sondern tiefer – im Nervensystem.
Eine zentrale Rolle spielen dabei frühkindliche Angst- und Stressreflexe, insbesondere der Moro-Reflex und der Furcht-Lähmungs-Reflex.

Der Moro-Reflex – ein frühkindlicher Alarmreflex

Der Moro-Reflex entsteht bereits im Mutterleib. Bei Babys zeigt er sich als typische Schreckreaktion: Arme und Oberkörper bewegen sich ruckartig, der Atem stockt kurz, danach sucht das Kind Nähe.
Diese Reaktion ist in den ersten Lebensmonaten überlebenswichtig, da sie den Körper sofort in Alarmbereitschaft versetzt.

Normalerweise integriert sich der Moro-Reflex bis zum vierten bis sechsten Lebensmonat. Bleibt er jedoch aktiv, kann das Nervensystem auch später noch sehr schnell auf Stress reagieren – selbst bei alltäglichen Reizen.

Mögliche Folgen eines aktiven Moro-Reflexes:

  • erhöhte Stress- und Reizempfindlichkeit
  • starke emotionale Reaktionen
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafunruhe
  • Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen

Der Furcht-Lähmungs-Reflex – Schutz durch Erstarren

Noch früher als der Moro-Reflex entwickelt sich der Furcht-Lähmungs-Reflex. Seine Aufgabe ist es, bei existenzieller Bedrohung Bewegung und Atmung stark zu reduzieren. Der Körper geht in einen Zustand des Erstarrens.

Ist dieser Reflex nicht integriert, kann sich das im Alltag durch Rückzug, Unsicherheit oder innere Blockaden zeigen. Kinder wirken dann oft vorsichtig, vermeiden Neues oder trauen sich wenig zu – auch wenn sie eigentlich über viele Fähigkeiten verfügen.

Typische Anzeichen können sein:

  • starke Ängste oder Unsicherheit
  • Rückzug oder Vermeidung neuer Situationen
  • geringe Belastbarkeit
  • innere Blockaden
  • wenig Selbstvertrauen
  • Empfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen wie Berührung, Geräusche, Licht etc.
  • Reisekrankheit

Wenn das Nervensystem nicht abschalten kann

Sind diese frühen Schutzreflexe weiterhin aktiv, bleibt das Nervensystem in erhöhter Wachsamkeit. Der Körper reagiert auf normale Anforderungen, als wären sie bedrohlich. Das kann Lernen, Verhalten und emotionale Regulation deutlich erschweren.

Wie Reflexintegration helfen kann

Die Reflexintegration setzt am Nervensystem an. Durch gezielte Bewegungsübungen bekommt der Körper die Möglichkeit, diese frühen Schutzmuster nachzureifen und loszulassen.
Viele Eltern berichten im Verlauf über:

  • mehr innere Ruhe
  • bessere Stressverarbeitung
  • weniger Ängste und Überreaktionen
  • verbesserte Konzentration
  • mehr emotionale Stabilität im Alltag

Wann Reflexintegration sinnvoll sein kann

Wenn dein Kind sehr schreckhaft ist, schnell unter Stress gerät, sich schwer konzentrieren kann oder stark ängstlich wirkt, kann ein Blick auf die frühkindlichen Reflexe hilfreich sein.

In meiner Praxis begleite ich Kinder und Erwachsene mit Reflexintegration individuell und alltagstauglich.
Gerne klären wir gemeinsam, ob und wie dieser Ansatz für dich oder dein Kind sinnvoll ist.

👉 Sprich mich an oder vereinbare einen Termin, wenn du dir Unterstützung wünschst!

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